Die geförderten Projekte aus dem Jahr 2016

Festivalförderung

Prof. Dr. Klaus Huckert: Filmfestival „Jazz im Film und Live-Jazz“
(3.000 Euro)

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Das Festival be­leuch­tet in­ten­siv das Verhältnis von Jazz und Film. Sei es, dass Jazz selbst in ei­nem Film the­ma­ti­siert wird oder dass der Jazz maß­geb­lich die Filmmusik prägt. Umrahmt wird das Programm von je­wei­li­gen Live-Auftritten un­ter­schied­li­cher Jazz-Musiker.

Weitere Informationen un­ter: Jazz im Film.

 

 

 

 

 

 

 

 

Stoffentwicklungsförderung

Alison Kuhn: Das Schwindelgefühl beim Betrachten der Sterne (7.500 Euro)

Alison Kuhn_Plakat_Das Schwindelgefühl beim Betrachten der Sterne kleinDen Berliner Theaterregisseur Roberto ver­schlägt es in das fik­ti­ve saar­län­di­sche Dörfchen Winterweiler, in dem er ei­ne Laientheatergruppe, be­stehend aus skur­ri­len und gleich­zei­tig doch lie­bens­wer­ten Personen, lei­ten soll. Urbane Überheblichkeit trifft auf länd­li­che Ehrlichkeit und den saar­län­di­schen Dialekt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Projektentwicklungsförderung

Christian Klees: Das arg­lo­se Mädchen (Medea). Ein in­ter­me­dia­les Theaterprojekt. (2.300 Euro)

Bühnenaufbau IIMedea und ihr Geliebter, der grie­chi­sche Held Jason, müs­sen ih­re Heimat Kolchis ver­las­sen und flie­hen nach Korinth. Aber auch dort ist ih­nen das Glück nicht ver­gönnt, bleibt Medea doch im­mer nur die frem­de Nicht-Griechin. Medeas Unglück wird zur Tragödie und mün­det im Mord an den ei­ge­nen Kindern. Das Stück wird als zeit­ge­nös­si­sche Fassung an der Schnittstelle zwi­schen Theater und Film in­sze­niert und fei­ert am 14. März 2017 Premiere in der Alten Feuerwache in Saarbrücken.

Weitere Infos und Karten: Saarländisches Staatstheater
Ankündigungsfilm: YouTube

 

Marah Schneider: Jacob‘s Schwestern (3.571 Euro)

Das Jahr 1930. Auf ei­nem Hof in den Voralpen lebt der ver­wit­we­te Großbauer Mayrhofer mit sei­nen bei­den Töchtern Martha und Lisa so­wie mit dem schweig­sa­men Sohn Jacob. Martha ist die ei­gent­li­che Triebkraft, die den Hof am Leben er­hält, wäh­rend Lisa we­nig mit der rau­en Wirklichkeit der Kuhstallungen zu tun hat. Mit ih­rer Zierde und mu­si­ka­li­schen Begabung äh­nelt sie eher der ver­stor­be­nen Mutter und wird des­we­gen vom Vater miss­braucht, der sie im Gegenzug von der har­ten Arbeit am Hof in Schutz nimmt, ihr so­gar Ausflüge ins Dorf ge­währt. Als sie dort glaubt, Anstellung und Liebe ge­fun­den zu ha­ben, spitzt sich die Tragödie zu.

 

Produktionsförderung

Max Grummel: Gleichgewicht (5.000 Euro)

14_9_Take1f_HANDSTRECKENIna Wolkow ist Ballett-Tänzerin. Sie be­kommt von ih­rer ty­ran­ni­schen Mutter Medikamente in ei­ner ge­fähr­lich ho­hen Dosis ver­ab­reicht, da­mit sie ei­ne schwie­ri­ge Aufnahmeprüfung be­stehen kann. Doch Ina hat ih­ren ei­ge­nen, grau­sa­men Plan, um sich aus der Opferrolle zu be­frei­en.

Weitere Informationen fin­den Sie un­ter Gleichgewicht-Film.

 

 

Frederic Zenner: Containern – Wühlen nach Werten (5.000 Euro)

Drei Freunde ber­gen nachts das noch ver­wert­ba­re Essen aus den Mülltonnen di­ver­ser Supermärkte. Der Film hin­ter­fragt die Sinnhaftigkeit des Containerns als so­zi­al­kri­ti­sches Phänomen und zeigt le­ga­le Alternativen zum Containern auf, die ge­eig­net sind, ein Zeichen ge­gen Lebensmittelverschwendung zu set­zen.

 

Jörn Michaely: Ellen und Alan (6.100 Euro)

Set 2 Messer wegEllen und Alan, 16 Jahre alt und Zwillinge, sind lan­ge von ih­rer ar­beits­be­ses­se­nen Mutter, die nie hin­ter der Tür zu ih­rem Arbeitszimmer her­vor­kommt, ver­nach­läs­sigt wor­den. Zu lan­ge. Für Alan gibt es nur noch ei­nen Weg, ih­re Aufmerksamkeit auf sich zu zie­hen: Er droht da­mit, sich um­zu­brin­gen. Ellen wen­det sich in ih­rer Hilflosigkeit an die Mutter.

Weitere Informationene fin­den Sie un­ter Jörn Michaely – Ellen and Alan.

 

 

Jörn Michaely: Die Formel (6.710 Euro)

Eine Frau fin­det ei­nes Abends in ih­rem Haus ei­nen frem­den Mann vor. Es ist ein Polizist, der vor ei­ni­ger Zeit vom Verkehrs- in das Einbruchdezernat ver­setzt wer­den woll­te. Da durch die nied­ri­ge Kriminalitätsrate dort al­ler­dings kein Personalbedarf herrsch­te, be­schloss der Fremde, selbst Hand an­zu­le­gen und Einbrüche zu ver­üben. Nun möch­te er ins Morddezernat…

Die Kurzgeschichte vom Saarbrücker Autor Peter Loibl wird von saar­län­di­schen Studenten ver­filmt.

 

Dr. Heribert Leonardy: Aisha (7.500 Euro)

Logo AishaAuf meh­re­ren Zeitebenen er­zählt der Regisseur die Geschichte von Hugues, der 1265 sei­ne Geliebte Blanche zu­rück lässt, um mit zwei Freunden in ei­nen Kreuzzug zur Befreiung Jerusalems zu zie­hen. Dort wird er nach ei­ner Schlacht von der ein­hei­mi­schen Aischa ge­ret­tet, wor­auf­hin er sich vom Krieger zum bit­ten­den Bruder wan­delt. Als 1292 Jerusalem end­gül­tig für die Christen ver­lo­ren ist, be­gibt er sich auf den Heimweg zu sei­ner ge­lieb­ten Blanche, die in der Zwischenzeit als Nonne für sei­ne Rückkehr be­te­te.

 

Lorenzberger Film: Chained (8.000 Euro)

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Nachdem ein Bürgerkrieg wei­te Teile ei­nes Landes ver­wüs­tet hat, ver­su­chen Rebellen und aus­län­di­sches Militär die Macht im Staat an sich zu rei­ßen. Inmitten des Chaos ver­schan­zen sich die bei­den Freunde Ari und Cato in ei­nem ver­las­se­nen Gebäude und träu­men von bes­se­ren Zeiten.

In ei­ner Nacht stür­men Rebellen das Gebäude. Die Ankunft der Kampftruppe zwingt die Freunde da­zu, sich zwi­schen Sog der Macht und ih­rer Freundschaft zu ent­schei­den. Während Cato im Kampf die Gräuel des Krieges er­lebt, er­fährt Ari vom Anführer der Rebellen Anerkennung und be­ginnt sich mit der Ideologie der Kampftruppe zu iden­ti­fi­zie­ren. Die Freundschaft droht zu zer­bre­chen, was Ari in ei­ne Situation bringt, in der sie ei­ne töd­li­che Wahl tref­fen muss.

 

Lydia Kaminski: Römerkastell (10.000 Euro)

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Eine Gruppe jun­ger Menschen hat­te das Römerkastell zum Zentrum ih­res Schaffens ge­macht. Sie ha­ben schlaf­lo­se Nächte und Jahre vol­ler Arbeit in­ves­tiert, um dort ih­re Visionen zu ver­wirk­li­chen. Sie or­ga­ni­sie­ren Veranstaltungen mit dem Namen „Sektor Heimat“, „Atelier Bizarre“ oder “Bon Voyage“, zu de­nen tau­sen­de jun­ge Menschen kom­men, um sich von der Magie des Ortes be­rau­schen zu las­sen. Durch den Verkauf des Geländes scheint der Traum auf sei­nem Höhepunkt zu zer­plat­zen. Weitere Informationen fin­den Sie un­ter Lydia Kaminski.

 

WirFILM Bertolone und Ehlayil: Luft (20.000 Euro)

Die 15-jährige Manja ist das „Engelchen“ ih­rer Familie. Als gu­te Seele küm­mert sie sich um ih­re Mutter, ih­re Großmutter und um Nachbarn. Ihr Glaube an das Gute und ihr auf­op­fern­de Art hält das klei­ne Universum in der Hochhaussiedlung zu­sam­men. Ihre Welt ge­rät aus den Fugen, als sie auf die 16-jährige Louk trifft, die ei­ni­ge Rehe vor Jägern ret­tet. Manja ver­steckt Louk vor den Jägern, die ihr zum Dank da­für ei­nen Kuss gibt. Manja ver­liebt sich in die „wil­de und un­bän­di­ge“ Louk, un­ter­stützt sie da­bei wei­te­re Tiere zu ret­ten und lügt so­gar für sie, als die­se bei ei­ner Aktion er­wischt wird. Dennoch wer­den ih­re Gefühle von Louk nicht er­wi­dert.