Geförderte Filmprojekte 2010

Im Rah­men der diesjähri­gen Auss­chrei­bung zur Filmproduktions‐ und Film­musik­förderung erhiel­ten 7 von 20 ein­gere­icht­en Pro­jek­ten eine Unter­stützung von ins­ge­samt rund 70.000 Euro durch die Saar­land Medi­en GmbH. Fol­gende Film­pro­jek­te wur­den aus­gewählt.

 

Totris von Mar­vin Bren­del

Der Ani­ma­tions­film erzählt die Geschichte eines Schülers, der — nach­dem er bei dem Com­put­er­spiel Tetris scheit­ert — an sein­er Schule einen Amok­lauf bege­ht. Als er die Getöteten in ein Loch wirft, fällt auch er hinein und — wie bei Tetris die Steine — ver­schwinden daraufhin alle Leichen. Ver­ant­wortlich für Musik und Sound­de­sign von „Totris“ ist Denise Segschnei­der.

Förder­summe: 4.000 €

 

Last Call — kein Frieden in Sicht von Ralf Weber

Mit „Last Call – kein Frieden in Sicht“ plant Ralf Weber aus Saar­brück­en einen skur­rilen Kurz­film: Der ver­stor­bene Kurt Bas­tuck erhält von sein­er Frau Rita ein Handy als Grabbeilage. Als Rita nach Kurts Tod Briefe von ein­er anderen Frau an Kurt find­et, will sie ihn zur Rede stellen, ruft im Grab an und erlebt dabei eine selt­same Über­raschung: Es ist beset­zt.

Förder­summe: 4.000 €

 

Eigentlich gut von Margrit Meyn­dt

In „Eigentlich gut“ erzählt die Filmemacherin Mar­git Meyn­dt die Geschichte eines Mannes, den die Gedanken an seine vor 16 Jahren ver­schwun­dene große Liebe Lea nicht mehr los lassen. Mit­tler­weile ist er ver­heiratet und hat 3 Kinder. Doch seine Fam­i­lie merkt, dass etwas nicht in Ord­nung ist.

Förder­summe: 12.000 €

 

Die Musik ret­tete mein Leben von Sebas­t­ian Volt­mer

Volt­mer por­traitiert den Saar­brück­er Kom­pon­is­ten und Pianis­ten Rudolf Strass­ner, der 1945 als 18jähriger in rus­sis­che Gefan­gen­schaft geri­et und sich dort dank seines musikalis­chen Tal­ents einen Son­der­sta­tus erwer­ben kon­nte.

Förder­summe: 12.000 €

 

Den Him­mel auf Erden suchen — Gus­tav Reglers zweite Heimat Mexiko von Boris Penth

Auch die Saar­brück­er Pro­duzentin Bar­bara Wackernagel‐Jacobs erhielt in diesem Jahr eine Film­pro­duk­tions­förderung. Gemein­sam mit Dr. Boris Penth arbeit­et sie an einem Doku­men­tarfilm über den 1898 in Merzig gebore­nen Schrift­steller Gus­tav Regler: Aus­ge­hend von sein­er Zeit in Mexiko ab 1940 geht der Film der Frage nach, was Regler an diesem Land so faszinierte, und zeigt zugle­ich, wie eng ver­bun­den er bis zulet­zt sein­er saar­ländis­chen Heimat blieb.

Förder­summe: 8.000 €

 

Der Mann im Kof­fer von Frédérique Vei­th

Vei­th beg­ibt sich in ihrem Doku­men­tarfilm auf die span­nende Spuren­suche nach einem Men­schen im Kon­text der deutsch‐deutschen Geschichte. Aus­gangspunkt ist ein Kof­fer, der in den 80er Jahren auf einem Bahn­hof in Berlin gefun­den wurde. Die Pro­duzentin macht sich auf den Weg, recher­chiert, geht jed­er Fährte nach, um das wirk­liche Schick­sal des Besitzers zu lüften.

Förder­summe 9.900 €

 

Von Kutzhof nach Bandō – wenn Feinde Brüder wer­den von Brigitte Krause

Die Filmemacherin Brigitte Krause erzählt die Geschichte von Hans‐Joachim Schmidt, der auf seinem Spe­ich­er in Kutzhof Fotos und Briefe eines saar­ländis­chen Sol­dat­en find­et, der während des 1. Weltkrieges über 5 Jahre in japanis­ch­er Kriegs­ge­fan­gen­schaft war. Er begin­nt eine beispiel­lose, historisch‐biografische Suche, die ihn an Orte schmerzvoller, aber auch tröstlich­er Erin­nerung führt.

Förder­summe: 20.000 €