Rund 85.000 Euro für 13 Filmprojekte

Filmfördervergabe der Saarland Medien

PM 09/2017

Saarbrücken, 08. November 2017: 42 regionale Projekte haben sich in diesem Jahr bei der Saarland Medien GmbH um eine Filmförderung beworben. Aus dieser neuen Rekordzahl an Anträgen wurden vom Geschäftsführer der Saarland Medien, Uwe Conradt, dreizehn Projekte ausgewählt, die mit insgesamt 84.960 Euro gefördert werden. Bei der Auswahl wurde Uwe Conradt von einem Förderausschuss unterstützt, dem der Oberbürgermeister der Kreisstadt Neunkirchen, Jürgen Fried, die Filmjournalistin Marisa Winter und der Produzent und VFX-Spezialist Thorsten Hary angehören.

Im Rahmen einer Abendveranstaltung, an der neben zahlreichen Filmschaffenden unter anderem auch die beiden Landtagsabgeordneten Sascha Zehner und Sebastian Thul teilnahmen, wurden gestern die Förderverträge an die ausgewählten Produzenten übergeben und schon erste Einblicke in deren Arbeit gezeigt.

Jeweils 10.000 Euro erhalten Jörn Michaely für die Webserie Angsthasen (Folge 1-3) sowie die Produktionsfirma Moving Story Media für den Dokumentarfilm Die Röchlings und die Völklinger Hütte (AT).

Das Statut, eine Dokufiktion von Caroline und Michael Koob wird mit 9.700 Euro unterstützt. Für Unterwasser klingen alle Schreie dumpf erhält Jörn Michaely 9.000 Euro. Ebenfalls mit 9.000 Euro wird Marc André Misman für seinen Film Happy Hour gefördert.

Nikolaj Woroschilow erhält 6.500 Euro für den Kurzfilm INRA. Jeweils 6.000 Euro gehen an Tim Klein für den Dokumentarfilm Tapetenwechsel und Nora Mazurek für ihren Dokumentarfilm Was ich von mir weiß.

Die Carpe Diem Film- und TV-Produktion erhält 5.310 Euro für den Dokumentarfilm Robert Schuman – Sein Wirken für Europa.

Die Komödie Mitgenommen von Martin Wendel und der Dokumentarfilm Helena Demuth – „Ein Dinner zu essen, das ich nicht zubereitet habe, das ist das Glück“ von Klaus Gietinger werden mit jeweils 4.300 Euro gefördert. Roman Eich erhält 4.000 Euro für seine Dokumentation über Blockchains Hype and/or Revolution und Susanne Franz 850 Euro für das Freundschaftsdrama Closed Premises.

Kontakt für Presseanfragen:

Michael Scholl
Prokurist Saarland Medien GmbH
0681 / 38988-28
scholl@lmsaar.de

 

Anlage: Die geförderten Projekte im Überblick:

 

Die Röchlings und die Völklinger Hütte (AT)

Jörg Kunkel: 10.000 € Produktionsförderung; Dokumentarfilm

Der Dokumentarfilm „Die Röchlings und die Völklinger Hütte“ rückt die Stahldynastie der Röchlings in den Fokus, schaut aber ebenso auf die beschäftigten Arbeiterfamilien wie auch auf die eingesetzten Zwangsarbeiter. Dabei verharrt der Film nicht nur auf den dunklen 30er und 40er Jahren, sondern wirft auch einen Blick auf die anschließende Entwicklung.

 

Angsthasen (Folge 1-3)

Jörn Michaely:  10.000 € Projektentwicklung; Webserie

Bastian „therapiert“ seine Patienten mit eher unkonventionellen Methoden, die sich schnell herumsprechen und die die Nachfrage nach seinem Können erhöhen. So nimmt er sich nach und nach den exotischsten Psychosen an.

 

Das Statut

Caroline Koob: 9.700 € Produktionsförderung; Dokufiktion

„Was wäre, wenn sich die Saarländer beim Volksentscheid 1955 für die Unabhängigkeit ausgesprochen hätten?“ Caroline und Michael Koob greifen in ihrer Dokufiktion genau diese Frage auf und entführen das Saarland in eine Parallelwelt, in der das Statut Wirklichkeit wurde. Bei dem Projekt wirken viele bekannte Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft mit, wie beispielsweise der Minister des Bundeskanzleramts Peter Altmaier, Wirtschaftsminister Heiko Maas oder der Fanta 4-Rapper Smudo.

 

Happy Hour

Marc André Misman: 9.000 € Produktionsförderung; Kurzfilm

Während am anderen Ende der Stadt zwei Gangster brutal überfallen werden, öffnet der glücklose Gastronom Frank wie jeden Abend seine Cocktail-Bar und wird in eine Reihe seltsamer Ereignisse verwickelt. Bis dank der blutigen Spur die mysteriöse Vivien in Franks Bar verschlägt. Eine bitterschwarze Komödie, die mit fein gezeichneten Figurentypen und einer intelligent überzeugten Inszenierung zu unterhalten vermag.

 

Unterwasser klingen alle Schreie dumpf

Jörn Michaely: 9.000 € Projektentwicklungsförderung; Kurzfilm

Die junge Schülerin Mara verliebt sich in ihren Lehrer Roman und findet die Nähe zu ihm, als sie via Facebook um seine Hilfe bei der Bewältigung der alltäglichen Herausforderungen einer heranwachsenden Frau bittet. Es entwickelt sich eine Tragödie, die durch die Macht der Sozialen Medien ihren unaufhaltsamen Lauf nimmt.

 

INRA

Nikolaj Woroschilow: 6.500 € Stoffentwicklungsförderung; Animationsfilm

Der Animationsfilm INRA von Nikolaj Woroschilow wagt die Umsetzung einer phantasievollen mystischen Fantasygeschichte als Mischform zwischen 3D-Animation und Motion Capture, Realbildern und VFX-Compositing.

Ein mysteriöses Fabelwesen findet eine ebenso mysteriöse Maske. Durch die Maske wird es durch eine Kraft ergriffen, die das moralische Verhalten sowohl zum Guten als auch zum Schlechten beeinflussen kann. Wird das Fabelwesen dank seines Verstandes seine neu gewonnen Macht für das Gute einsetzen können?

 

Was ich von mir weiß

Nora Mazurek: 6.000 € Produktionsförderung; Dokumentarfilm

Im Dokumentarfilm „Was ich von mir weiß“ begleitet Nora Mazurek drei Jugendliche mit Trisomie 21 an der Schwelle zum Erwachsenwerden und zeichnet ein Portrait von deren Hoffnungen und Wünschen.

 

Tapetenwechsel

Tim Klein: 6.000 € Produktionsförderung; Dokumentarfilm

Im Mittelpunkt steht ein gravierender Umbruch im Leben des Seniorenehepaars Heinrich, das nach über 30 Jahren aus der liebgewonnen Wohnung ausziehen muss. Der Film sensibilisiert den Zuschauer anhand eines Einzelschicksals für die Themen demographischer Wandel und Gentrifizierung.

 

Robert Schuman – Sein Wirken für Europa

Carpe Diem Film- & TV-Produktion: 5.310 € Projektentwicklungsförderung;
Dokumentarfilm

Robert Schumann war Europäer und er war ein Kind der Großregion: Geboren in Luxemburg absolvierte er sein Abitur in Metz und studierte anschließend u.a. in Straßburg. Seine erste politische Verantwortung übernahm er bereits 1918 im Stadtrat von Metz und als Vertreter in der Assemblée Nationale, bevor er sich in der Nachkriegszeit zum Vordenker der Europäischen Idee hervortat.

 

Helena Demuth – „Ein Dinner zu essen, das ich nicht zubereitet habe, das ist das Glück“

Klaus Gietinger: 4.300 € Stoffentwicklungsförderung; Dokumentarfilm

Als treue Haushälterin und Ratgeberin für Karl Marx und später Friedrich Engels aufopfernd dienend, trat Lenchen Demuth kaum mehr ins Bewusstsein der Menschen. Dabei ist die Rolle, die Helena Demuth sowohl für die Familie, als auch für das politische Programm von Marx spielt, nicht zu unterschätzen.

 

 Mitgenommen

Martin Wendel: 4.300 € Stoffentwicklungsförderung; Langfilm

Die Komödie „Mitgenommen“ erzählt die Geschichte mehrerer begrenzt begabter Kleinkrimineller, die der Zufall ungewollt in ein gemeinsames Fluchtauto verschlägt. So stürzen sich ein arbeitsloser Bankräuber und eine Gruppe kidnappender Studenten in ein unfreiwilliges Abenteuer.

 

Hype and/or Revolution

Roman Eich: 4.000 € Stoffentwicklungsförderung; Dokumentarfilm

Von dem virtuellen Geld Bitcoin haben die meisten schon gehört. Wer aber weiß was eine Blockchain ist, und noch wichtiger, wie sie funktioniert und wer die Menschen sind, die dahinter stehen und für die Sicherheit verantwortlich sind? Mit einem täglichen Handelsvolumen von mehr als fünf Milliarden Dollar gibt es nicht wenige Programmierer und Investoren, die dieser Technik ein gesellschaftsveränderndes Revolutionspotential zusprechen, wie es zuvor in diesem Jahrhundert wohl nur das Internet selbst hatte.

 

Closed Premises

Susanne Franz: 850€ Projektentwicklungsförderung; Kurzfilm

Benny und Lisa, beste Freunde, lassen sich in einen Escape Room einschließen. Hier wird mehr verhandelt als das Lösen von Rätseln und die Suche nach dem Schlüssel. Denn Lisa bittet Benny zur Aussprache und es wird sich zeigen, ob am Ende die Freundschaft das Kammerspiel übersteht.

 

 

 

 

9. November 2017