Crowdfunding im Kultur‐ und Medienbereich

Chancen und Strategien der Schwarmfinanzierung

PM 04/2015 

Referenten CrowdfundingveranstaltungSaar­brück­en, 26. März 2015: Über 50 Gäste kon­nte die Saar­land Medi­en GmbH zur Ver­anstal­tung mit dem The­ma Crowd­fund­ing begrüßen. Dr. Jörg Ukrow, stel­lvertre­tender Direk­tor der Lan­desme­di­en­anstalt, und Michael Scholl, Prokurist der Saar­land Medi­en GmbH, begrüßten die Teil­nehmer und stell­ten zu Beginn fest, dass Crowd­fund­ing deswe­gen gut zum Saar­land passe, da auch hier getreu der neuen Saarland‐Marketingkampagne Großes immer im Kleinen entste­he. Darüber hin­aus erläuterte Dr. Ukrow, dass ger­ade im Zusam­men­hang von Crowd­fund­ing und Social Media‐Aktivitäten die klas­sis­che Reg­ulierung nicht hin­re­ichend passe, und dass hier noch Nachbesserungs­be­darf beste­he.

Im Anschluss stellte die Kom­mu­nika­tion­slei­t­erin von Start­next, Anna Theil, Deutsch­lands größte Crowdfunding‐Plattform vor. Sie kon­nte eine Erfol­gsquote von 56 Prozent vor­weisen, was bedeutet, dass mehr als jedes zweite ange­botene Pro­jekt auf Start­next auch durchge­führt wer­den könne. Crowd­fund­ing gebe die Möglichkeit sein Pro­jekt noch recht früh in der Pla­nung zu über­denken und neu auf die Ziel­gruppe auszuricht­en. Das Risiko, lan­gange­häufte Investi­tio­nen am Ende der Pro­jek­tre­al­isierung zu ver­lieren, könne so entschei­dend ver­min­dert wer­den.

Tim Mena­pace, der sich mit der Filmkraut GmbH auf die Schwarm­fi­nanzierung von Fil­men spezial­isiert hat, ver­wies darauf, dass das geplante Kleinan­legerschutzge­setz Crowd­fi­nanzierun­gen vor erhe­bliche Schwierigkeit­en stellen könne. Nicht die zulet­zt vorge­se­henen Wer­be­ver­bote seien beden­klich.

Einen ganz anderen Ansatz der Crowd­fi­nanzierung präsen­tierte Chris­t­ian Köh­ler mit der Plat­tform Workvestor. Nicht Geld ist hier das maßge­bliche Finanzierungsmit­tel, son­dern die Arbeit­sleis­tung einzel­ner, die für ihre Leis­tung mit Anteilen am Start Up beteiligt wer­den. Dieses senkt somit seinen Bedarf an mon­etärem Startkap­i­tal, während der „Workvestor“ später seine Anteile zu einem höheren Preis veräußern kann.

Im Anschluss an die Diskus­sion mit den Ref­er­enten kon­nten sich die Teil­nehmer auf einem Experience‐Market über die Erfahrun­gen mit Crowd­fund­ing von unter­schiedlichen Pro­jek­ten aus­tauschen. Tim Gan­ter und Jen­ny Theobald von Mag­ic Enter­tain präsen­tierten ihr Musi­cal Sweeney Todd, Lukas Ratius und Ruben Krebs beant­worteten Fra­gen zu ihrem Reise­pro­jekt Unter­wegs, Jonathan Sachse ver­trat das unab­hängige Recherchebüro Cor­rec­tiv und Chris­t­ian Karch erläuterte das Vorge­hen sein­er Crowd­fund­ingkam­pagne für die Neuau­flage von KarschTV.

 

Bild (v. l .n. r.): Michael Scholl, Chris­t­ian Köh­ler, Dr. Jörg Ukrow, Anna Theil, Tim Mena­pace

 

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27. März 2015