Saarland Medien unterstützt neun Filmprojekte und vergibt einen Sonderpreis

PM 06/2014

Saarland Medien GmbH vergibt Fördervergabe

Saar­land Medi­en GmbH vergibt Förderver­gabe

Saar­brück­en, 11. Dezem­ber 2014: Die Saar­land Medi­en GmbH hat beim diesjähri­gen Film­förderemp­fang rund 58.000 Euro an neun Pro­jek­te vergeben, die von bigFM‐Moderator Rolf Vogl vorgestellt wur­den. Darüber hin­aus erhielt ein Pro­duzen­ten­team einen Son­der­preis in Höhe von 5.000 Euro, den die GO! Gen­er­al Overnight Express und Logis­tics Saar­brück­en GmbH ges­tiftet hat. Ins­ge­samt hat­ten auf die Auss­chrei­bung 19 Bewer­ber 23 Anträge ein­gere­icht.

Unser Förder­auss­chuss hat sehr unter­schiedliche, aber durch­wegs vielver­sprechende Bewer­bun­gen aus­gewählt. Ich bin ges­pan­nt, wie die Pro­duzen­ten ihre Ideen umset­zen wer­den und freue mich, dass wir durch die Unter­stützung von GO! ein zusät­zlich­es Pro­jekt berück­sichti­gen kön­nen“, so Dr. Gerd Bauer, Geschäfts­führer der Saar­land Medi­en.

Das loop­ingstar vide­ofes­ti­val bringt Filmkun­st in das Zen­trum der Saar­brück­er Innen­stadt. Unschein­bare und alltägliche Orte im öffentlichen Raum, z. B. ein Schaufen­ster, wer­den zum Schau­platz und bietet der saar­ländis­chen Lan­deshaupt­stadt eine Videoin­stal­la­tion von hohem kün­st­lerischem Wert und dem Exper­i­men­tal­film eine pub­likum­sna­he Plat­tform. Das Fes­ti­val wird mit 4.720,00 Euro gefördert.

Ein Tabuthe­ma greift Carl Rol­shoven in seinem Kurz­film Ein Schritt weit­er auf. Lotte kämpft im Angesicht der Todessehn­sucht ihres Fre­un­des Gus­tav um die gemein­same Beziehung, doch die Suche nach Erk­lärun­gen für die Lebensvernei­n­ung hin­ter­lässt Unver­ständ­nis und Verzwei­flung. Saar­land Medi­en fördert den Kurz­film mit ein­er Pro­duk­tions­förderung von 5.000,00 Euro.

Eine Pro­jek­ten­twick­lungs­förderung über 860,00 Euro geht an Aylin Kock­ler für ihren Kurz­film Am Ende des Flurs. Die Abi­turi­entin Lisa schlen­dert ein let­ztes Mal durch die Gänge ihrer Schule und wird mit den let­zten Tagen ihrer Schulzeit kon­fron­tiert. Ein Ereig­nis, das so manche Zukun­ft­sentschei­dung wieder in Frage stellt.

Leon lügt ist eine Geschichte über das Erwach­sen­wer­den und den damit ver­bun­de­nen per­sön­lichen Umbrüchen. Der 19‐jährige Leon, der ger­ade die Schule been­det hat, muss fest­stellen, dass sich die Her­aus­forderun­gen des Lebens nicht immer mit den Träu­men und Vorstel­lun­gen der späten Jugendzeit deck­en. Die Lorenzberg­er Film GbR erhält eine Pro­duk­tions­förderung in Höhe von 3.000 Euro für den Kurz­film von Jun­gregis­seur Jörn Michae­ly.

Die saar­ländis­che Kün­st­ler­gruppe Die Red­ner trans­formieren in Sen­g­hors Traum die Tra­di­tion der afrikanis­chen Perkus­sion­skun­st sowie die Poe­sie und die poli­tis­che Botschaft des Sene­gal. Die kün­st­lerische Musik­doku­men­ta­tion wird eine Förderung für Präsen­ta­tion und Ver­mit­tlung in Höhe von 8.000,00 Euro zuge­sprochen.

Den Son­der­preis über 5.000,00 Euro erhält das Duo Ruben Sil­ver Krebs und Lukas Ratius für das Pro­jekt Unter­wegs. Die bei­den Filmemach­er doku­men­tieren darin ihre Reise nach Indi­en, die sie auf dem Landweg bestre­it­en. Der Preis wird von der GO! Gen­er­al Overnight Express und Logistcs Saar­brück­en GmbH für ein logis­tisch beson­ders anspruchsvolles Pro­jekt zur Ver­fü­gung gestellt.

Eine Pro­duk­tions­förderung in Höhe von 10.000,00 Euro erhält ein Kurz­film, der in einem düsteren Gewand daher kommt. Regis­seur Dominik Cer­mann schickt seinen Pro­tag­o­nis­ten auf die Walz und eröffnet damit ein Raches­piel, das er in bek­lem­menden und doch zugle­ich faszinieren­den Bildern erzählt.

7.800,00 Euro erhält die fech­n­er­ME­DIA GmbH für die Stof­fen­twick­lung von Cristi­na und die Sache mit dem Kreuz. Das Pro­duk­tion­steam beg­ibt sich auf die Suche nach den Wurzeln des Chris­ten­tums, indem es zwei Frauen fol­gt: zum einen der Mut­ter Kon­stan­tins des Großen, der Heili­gen Hele­na, und zum Anderen Cristi­na Bel­gioso, die im 19. Jahrhun­dert der Frage nachging, ob die Heilige Hele­na nicht eine Hure oder gar eine Mörderin war.

Die Zeit in den Kof­fern. Edith Aron – von Hom­burg in die Welt beschreibt das Leben der saar­ländis­chen Jüdin Edith Aron, die 1935 nach Südameri­ka emi­gri­erte und später eine der wichtig­sten Über­set­zerin­nen südamerikanis­ch­er Lit­er­atur wurde. Das Pro­jekt, das Teil ein­er Doku­men­ta­tion­srei­he der Carpe Diem – Film & TV Pro­duk­tion GmbH über wichtige saar­ländis­che Per­sön­lichkeit­en der Zeit­geschichte ist, wird mit ein­er Pro­duk­tions­förderung in Höhe von 8.000,00 Euro unter­stützt.

Laut­los aber nicht sprach­los – Die außergewöhn­liche Kar­riere des Pan­tomi­men JOMI lautet der Titel eines Pro­jek­tes von Man­fred und Sebas­t­ian Volt­mer. Sie bekom­men eine Pro­duk­tions­förderung über 10.000,00 Euro, um die schick­sal­shafte Kar­riere eines der inter­na­tion­al anerkan­ntesten Pan­tomi­men zu doku­men­tieren, der vom Saar­land aus die ganze Welt mit sein­er Kun­st begeis­tert.

Grund­lage für die Ver­gabe ist die neue Film­förder­richtlin­ie der Saar­land Medi­en, die sich am bun­desweit­en Ver­fahrens­stan­dard ori­en­tiert und nun eine Förderung der ver­schiede­nen Pro­duk­tion­ssta­di­en ermöglicht.

 

Pressekon­takt:

Michael Scholl
0681 / 38988–28
scholl@lmsaar

11. Dezember 2014